Vitamin D3 für die Haut nutzen

Vitamin D3 durch Sonnenschein

Vitamin D3 durch Sonnenschein

Vitamine sind für Gesundheit, Wohlbefinden und unser Aussehen elementar. Sie werden über die Nahrung, aber auch über die Haut aufgenommen. Bei ausgewogener Ernährung und täglichen Aufenthalten in der Sonne kann der Körper so viele Vitamine aufnehmen, wie er benötigt. Dennoch kann es durch verschiedene Ursachen zu Mangelerscheinungen kommen. Dies gilt insbesondere für das Vitamin D3, welches einerseits für stabile Knochen und gute Laune verantwortlich ist; welches aber andererseits auch für die Haut von immenser Bedeutung ist. Das auch als Sonnenvitamin bezeichnete Vitamin wird vom Körper selbst gebildet – aber nur dann, wenn der Körper in ausreichender Menge Sonnenlicht zur Verfügung hat. Doch sehr vielen Menschen, die in den nördlichen Breitengraden leben, mangelt es an der täglichen Dosis Sonnenlicht, so dass eine Mangelversorgung des Vitamins auftritt und dieser Zustand auf die Dauer krank machen kann. Auch fehlt es der Haut dann an elementarem Schutz durch das Vitamin D3 (lesenswerte Dissertation an der FU Berlin).

Wie wirkt Vitamin D auf die Haut?

Wie wichtig eine ausreichende Vitaminversorgung für die Haut ist, sieht man im Sommer. In den Sommermonaten, wo wir aufgrund der vielen Sonnenstunden erheblich öfter und länger dem natürlichen Tageslicht ausgesetzt sind, zeigen sich deutlich weniger Probleme mit der Haut. Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel lassen nach, die Haut braucht spürbar weniger Pflege und trotzdem sieht sie frischer, gepflegter und gesünder aus. Tatsächlich fördert Vitamin D die Zellerneuerung und schützt die Haut vor Infektionen. Amerikanische Langzeitstudien untersuchen derzeit die Wirkung von Vitamin D in der Anwendung bei Akne und Dermatitis. Bei optimalem Vitamin-D-Spiegel bildet der Körper etwa 200 Peptide, welche antibakteriell sich positiv auf das Hautbild auswirken. Dies lässt den Rückschluss zu, dass eine gezielte Anwendung von Vitamin D3 bei der Linderung von Hautproblemen wie Pickel, Mitesser und Akne helfen könnte, wenn es in den Wintermonaten zu einem Mangel an Vitamin D3 kommt.

Sonnenvitamin D3 – das wichtigste aller Vitamine?

Der Wissenschaft ist bekannt, dass Vitamin D für alle Zellen des menschlichen Körpers wichtig und es für eine ganze Reihe biologischer Abläufe innerhalb des Körpers mitverantwortlich ist. Das Sonnenvitamin D3, bei dem es sich korrekterweise um ein Prohormon (Cholecalciferol)handelt, stärkt nicht nur die Knochen und die Zähne, sondern wirkt sich auch positiv aus auf:

  • den Kalziumstoffwechsel
  • das Immunsystem
  • das Hormonsystem
  • die Psyche
  • den Stoffwechsel
  • die Erneuerung der Hautzellen
  • uvam.

Neuere Forschungen sehen Zusammenhänge zwischen einer Unterversorgung mit Vitamin D und zahlreichen Krankheiten, die von Autoimmunerkrankungen über Infektionen, Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Depressionen und viele andere Erkrankungen reichen. Sogar die Lebenserwartung soll bei anhaltendem Vitamin-D-Mangel verkürzt sein.

Wie deckt der Körper seinen Vitamin D3 Bedarf ab?

Das Vitamin D3 ist eines der wichtigsten Vitamine der Vitamin D Gruppe, bei der es sich um fettlösliche Vitamine handelt. Die hauptsächliche Versorgung des Vitamins D3 (Cholecalciferol) erfolgt über die Biosynthese: Das Vitamin wird bei der Aufnahme von Tageslicht über die Haut gebildet.

Indem der menschliche Organismus täglich etwa 15 bis 30 Minuten Sonnenbestrahlung (insbesondere UV-B-Anteil) ausgesetzt ist, bildet der Körper etwa 80 % des täglichen Bedarfs an Vitamin D3. Der übrige Bedarf wird über die Nahrung aufgenommen, insofern sich bewusst ausgewogen ernährt wird. Enthalten ist Vitamin D3 hauptsächlich in Fettfischen wie etwa Hering, Makrele, Lachs, Schwarzer Heilbutt, Thunfisch, Sprotte, Sardine und Wels. Ebenfalls enthalten Milch, Milchprodukte, Pilze und Eier das wichtige Vitamin D in größeren Dosen.

Fast regelmäßig kommt es vor, dass aus diversen Gründen nicht genügend Vitamin D aufgenommen wird. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass es im Winter zu Lichtmangel kommt, bei dunkler Hautfarbe zu wenig Vitamin D3 gebildet wird oder aufgrund unausgewogener Ernährung der Vitaminbedarf mit Cholecalciferol nicht vollständig  abgedeckt wird.

Bei einer Unterversorgung mit diesem elementaren Sonnenvitamin ist daher eine Supplementierung mit einem Nahrungsergänzungsmittel wie:

zu empfehlen, denn der Vitaminmangel ist in den nördlichen Ländern beinahe flächendeckend verbreitet. Fast jeder ist betroffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt diese Empfehlung ab.

Warum leiden wir fast alle unter Vitamin D3 Mangel?

Vitaminaufnahme durch Präparate ergänzen

Vitaminaufnahme durch Präparate ergänzen

Obwohl Vitamin D3 das einzige Vitamin ist, das vom menschlichen Organismus selbst produziert werden kann, sollen knapp 90 % der Menschen unter Vitamin-D-Mangel (Hypovitaminose) leiden. In dieser Höhe betroffen sind Menschen in allen Ländern, die nördlich des 40. Breitengrades leben. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte – im Winter – reicht die Intensität der Sonne nicht aus, um soviel natürliches Sonnenlicht auftanken zu können, damit die körpereigene Vitamin-D-Produktion den Vitaminbedarf abdecken kann.

Ausreichend Sonnenlicht steht lediglich von Mitte April bis Mitte Oktober und während des Zeitfensters von 10 Uhr morgens bis nachmittags 16 Uhr zu Verfügung. Abhängig vom Hauttyp sind 15 bis 30 Minuten ungefiltertes Sonnenlicht notwendig, um dem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen.

Grundsätzlich verfügt der menschliche Organismus über die Fähigkeit, Vitamin D zu speichern und so einen gewissen Vitaminvorrat für die Wintermonate anzulegen.

Doch der heutige Lebenswandel kann die optimale Vitaminbildung von D3 und somit auch das Anlegen von Vitaminreserven verhindern, weil aus Sorge vor Hautkrebs der direkte Sonnenkontakt vermieden wird oder aufgrund von Arbeitszeiten keine regelmäßigen Aufenthalte im Sonnenlicht gewährleistet werden können. Auch die Verwendung von Sonnencreme mit UV-Schutz behindert die Aufnahme des Sonnenvitamins. Gleiches gilt, wenn große Teile der Haut beim Sonnenbaden bedeckt sind. Es gilt also, ein gesundes Mittelmaß zu finden, wie vielen Sonnenstrahlen man sich ungefiltert aussetzt, um die Vitaminproduktion zuzulassen, aber gleichzeitig auch darauf zu achten, nicht zu lange ungeschützt den Sonnenstrahlen ausgesetzt zu sein, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen.

Vitamin D3 Mangel: Anzeichen und Folgen

Zahlreiche Anzeichen können auf einen Vitamin-D-Mangel hinweisen. Beispielsweise folgende Auffälligkeiten sind möglich:

  • Leistungsschwäche
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schwindel
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelbeschwerden
  • Nervenschmerzen
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • allgemeines Schwächegefühl

Jedoch schleichen sich diese Symptome ein, so dass nicht zwingend Rückschlüsse auf den Vitaminmangel gezogen werden. Bleibt aber der Vitaminmangel unentdeckt und unbehandelt, kann es zu ernsthaften Erkrankungen kommen zu denen beispielsweise zählen:

  • Atemwegserkrankungen
  • Asthma
  • Arteriosklerose
  • Diabetes Mellitus
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hautprobleme
  • Kreislaufschwäche
  • Rachitis
  • Osteomalzie
  • Osteoporose
  • Psoriasis
  • Rheuma

Darüber hinaus hegen Mediziner den Verdacht, Vitamin-D-Mangel könne die Entstehung von Autoimmunerkrankungen fördern und Krebserkrankungen den Weg ebnen. Zudem verhindert ein zu niedriger Vitamin D Spiegel die ausreichende Aufnahme von Phosphor und Kalzium, so dass langfristig die Knochen massiv geschädigt werden können.

Vitamin-D-Mangel feststellen

Um festzustellen, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt, sollte beim Hausarzt ein Vitamin-D-Bluttest durchgeführt werden. Alternativ zur Blutuntersuchung beim Hausarzt ist auch ein Selbsttest möglich. Vitamin D Test-Kits sind im Internet erhältlich. Die Blutprobe wird mit Hilfe einer Lanzette selbst entnommen, anschließend zur Auswertung in ein Labor eingeschickt. Dort wird das Blut untersucht, der Befund per Post zugeschickt.

Anhand des Befundes kann dann entschieden werden, inwieweit und in welcher Dosierung die Einnahme von Supplementen sinnvoll ist. Bei starkem Vitaminmangel ist oftmals ein Auffüllen bis hin zum optimalen Vitamin-D-Spiegel indiziert. Sobald dieser erreicht ist, geht es bei der Vitamin-D-Therapie darum, den optimalen Spiegel zu erhalten. Der ideale Vitamin-D-Spiegel ist jeweils individuell zu erreichen und hängt neben der Jahreszeit auch vom eigenen Lebenswandel, der Ernährung sowie dem Alter ab. Wer viel draußen ist, nimmt mehr Sonnenlicht über die Haut auf und produziert mehr Vitamin D3. Allerdings: Bei älteren Menschen wird mehr Zeit in der Sonne benötigt, da die Aufnahme mit zunehmendem Alter sich verlangsamt. Es empfiehlt sich, während der Vitamin-D-Therapie zwischendurch Bluttest bzw. Selbsttest zu wiederholen, um den Vitaminspiegel zu kontrollieren.

Zwar ist durch natürliches Sonnenlicht und über die Ernährung es nicht möglich, eine Überversorgung (Hypervitaminose) durch Vitamin D zu erreichen, jedoch bei einer exzessiven Zufuhr an entsprechenden Supplementen. Weitere Informationen bezüglich empfohlener Tagesdosis und vieles mehr hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in dieser Datei zusammengefasst.

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