Milien entfernen – Schluss mit Hautgrieß

Milien im Gesicht loswerden

Milien im Gesicht loswerden

Auf einmal sind sie da: Kleine weiße Knubbel unter der Haut, die bevorzugt im Gesicht und hauptsächlich in der Augenpartie auftreten. Es besteht kein Grund zur Sorge, denn es handelt sich um harmlose Milien, die auch unter der Bezeichnung Hautgrieß bekannt sind. Zwar sind die weißen Körner ein rein kosmetisches Problem, dennoch ist der Wunsch verständlich, Milien entfernen zu wollen.

Grießkörner erkennen, entfernen & vermeiden

Die lästigen Körnchen unter der Haut können in jedem Alter einzeln oder in Gruppen auftreten. Hauptsächlich kommt Hautgrieß bei Babys vor, doch im Babyalter verschwinden die weißen Körner normalerweise von alleine.

HINWEIS: Bitte keinesfalls bei Babys und Kleinkindern auf eigene Faust Milien entfernen! Sind Sie als Mutter oder Vater verunsichert, wenden Sie sich bitte zur Abklärung an den Kinderarzt oder einen Dermatologen.

Bei Erwachsenen können sich Milien als hartnäckig erweisen, weil erwachsene Menschen im Gegensatz zu Babys eher zu Hautunreinheiten neigen und abgestorbene Hornzellen nicht immer optimal abgestoßen werden, so dass es zur Zystenbildung kommen kann.

Wie entsteht ein Milium und woran erkennt man Hautgrieß?

Die Milie besteht aus abgestorbenen Hornzellen, die sich unter der Haut zu einer Zyste bilden. Zunächst unbemerkt, entwickelt sich die kleine Zyste in der Nähe der Talgdrüsenausgänge und wandert allmählich an die Hautoberfläche, wo sie sich als Grießkorn zeigt. Der Knubbel unter der Haut ist hart und schimmert in der Regel als weißes Körnchen durch die obere Hautschicht. Der Hautgrieß ist dann sehr gut mit bloßem Auge sichtbar und mit der Fingerkuppe spürbar, da der harte Knubbel sich erhaben unter der obersten Hautschicht hervor drückt.

Unterschieden wird zwischen Primären Milien, die ohne ersichtlichen Anlass entstehen, und Sekundären Milien, bei denen eine Hautverletzung vorausging. Es wird vermutet, dass hormonelle Umstellung die Milienbildung begünstigt.

Wirksame Vorbeugung gegen Grießkörner

Gesicht waschen - Mitessern vorbeugen

Gesicht waschen – Mitessern vorbeugen

Die aus Horn bestehenden Zysten lassen sich nur bedingt vermeiden. Dennoch kann einiges dafür getan werden, um Milien vorzubeugen. Dazu gehört die tägliche Reinigung der Haut sowie das regelmäßige Entfernern abgestorbener Hautschuppen.

  • Zur Gesichtspflege sollte ein nicht allzu fettendes Kosmetikprodukt verwendet werden.
  • Bei Cremes, Gesichtsreinigung und bei Make-Up sollten ausschließlich nicht komedogene Kosmetika genutzt werden.
  • Ein regelmäßiges Peeling, welches 1-2 Mal pro Woche durchgeführt wird, trägt dazu bei, die Milienentstehung zu hemmen.

Kann man ein Grießkorn selbst entfernen?

Hautprobleme gehören in die Hand einer erfahrenen Kosmetikerin, die professionell und unter hygienischen Bedingungen Milien entfernen kann. Allerdings wird es meist als lästig empfunden, wegen ein paar Mitessern, Pickeln oder Milien ins Kosmetikstudio zu gehen. Viele Betroffene entschließen sich deshalb, ein Milium selbst entfernen zu wollen, wenn der Grieß nach einer gewissen Wartezeit nicht von selbst verschwindet.

Milien bereiten keinerlei körperliche Beschwerden. Aus medizinischer Sicht ist eine Entfernung nicht notwendig, jedoch wird der sichtbare weiße Punkt unter der Haut als störend sowie als Schönheitsmakel empfunden, was letztlich die Entfernung indiziert. Allerdings sollte stets davon Abstand genommen werden, eine Milie im Augenbereich selbst zu entfernen, da hierbei eine hohe Verletzungsgefahr besteht.

Tipp: Es kann versucht werden, durch Peelings, Vermeidung von Sonne und durch das Auftragen von Retinol das Milium zu bekämpfen. Allerdings ist die Anwendung von Retinol nicht für den empfindlichen Augenbereich geeignet. Zum Peelen sind Fruchtsäure-Peeling oder bei empfindlicher Haut Enzympeelings zu bevorzugen. Chemische Peelings, die Salicylsäure oder AHA (Alpha-Hydroxysäure) enthalten, reinigen die Poren gründlich und sind dafür bekannt, das Hautbild bei Hautunreinheiten besonders effektiv zu verbessern. Die Anwendung mit chemischen Peelingprodukten sollte jedoch der Kosmetikerin überlassen bleiben.

Milien entfernen: So geht´s

Die richtige Entfernung einer Milie geschieht immer auf die gleiche Weise – unabhängig davon, ob das Prozedere von Kosmetikerin, Hautarzt oder der betroffenen Person selbst durchgeführt wird.

Da ein Milium sich, anders wie Pickel oder Mitesser, nicht einfach ausdrücken lässt, ist es notwendig, die Haut im unmittelbaren Bereich zu öffnen, damit das weiße Hautkörnchen entfernt werden kann. Das Anritzen der Haut gelingt am besten mit einer sterilen Lanzette oder  Injektionskanüle (beides ist in der Apotheke erhältlich). Außerdem sollten vor der Entfernung saubere Zellstofftücher sowie eine sterile Pinzette bereitgelegt werden. Zudem wird Alkohol oder Desinfektionsspray benötigt.

  1. Haut mit Alkohol bzw. Desinfektionsspray reinigen.
  2. Mit Lanzette seitlich die Haut über dem Milium anritzen.
  3. Fingerkuppen mit Zellstofftuch bedecken und versuchen, die Milie auszudrücken.
  4. Falls der “Kopf” der Milie durch die Hautöffnung hervor schaut, mit der Pinzette das Milium herausziehen.

Das Aufritzen der Haut tut nicht weh, da zwischen oberster Hautschicht und dem Milium keine Nervenbahnen verlaufen. Wird bei der Milien-Entfernung auf Sauberkeit geachtet, heilt die kleine, kaum sichtbare Wunde in der Haut nach kurzer Zeit vollständig ab.
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