Mitesser sind kein Frauenproblem – auch Männer suchen nach Tipps, wie sie die lästigen schwarzen Punkte im Gesicht loswerden und die Entstehung neuer Komedonen verhindern können. Aber erst recht stellt sich Männern die Frage, was man bei der Bartpflege berücksichtigen kann, um den Blackheads den Kampf anzusagen. In diesem Ratgeber bekommst du nützliche Tipps, wie du die Hautunreinheiten los wirst und der Entstehung neuer Komedonen vorbeugen kannst.

Wie entstehen Mitesser im Gesicht?

Komedonen entstehen, wenn die Kanäle der Talgdrüsenfollikel verstopft sind, weil sich Hornschüppchen zu einem Pfropf verdichtet haben. Der Pfropf bleibt im Kanal stecken, oxidiert beim Kontakt mit Sauerstoff, verfärbt sich dunkel und wird bevorzugt im Bereich der T-Zone des Gesichts sichtbar. Die T-Zone bezeichnet die Bereiche Stirn, Nase, Kinn.

Mitesser: Für Bartträger ein Problem

Blackheads können auch an den Wangen oder an den Schläfen auftreten, so dass sie selbst für Bartträger zu einem optischen Problem werden. Während in Gesichtsbereichen wie Kinn und Wangen sich Mitesser mit dem wachsenden Barthaar kaschieren lassen, ist dies in anderen Gesichtsbereichen wie Nase oder Schläfen kaum möglich. Dort, wo kein Barthaar wächst, zeigen sich die Blackheads und beeinträchtigen dein ansonsten so gepflegtes Erscheinungsbild.

Bart erschwert Mitesser-Entfernung

Bart erschwert die Hautpflege

Bart erschwert die Hautpflege

Nicht nur aus ästhetischen Gründen sollten Mitesser durch eine geeignete Methode entfernt werden, sondern auch, um die Bildung von Pickeln und Abszessen zu vermeiden. Dort, wo Mitesser sich entzünden und zu Abszessen werden, kann aufgrund von Narbenbildung das Wachstum des Barthaares gestört werden, so dass es später zu sichtbaren Lücken im Bart kommt. Auf das Ausdrücken sollte möglichst verzichtet werden, da hierbei die Gefahr sehr groß ist, dass Bakterien tiefer unter die Haut gelangen und erst recht für Hautprobleme sorgen, die teilweise sehr schmerzhaft sein können.

Es gibt zahlreiche geeignete Methoden, um Komedonen zu bekämpfen. Grundsätzlich können Männer mit diesen Tipps zuverlässig Mitesser entfernen. Aufgrund der männlichen Gesichtsbehaarung sind einige Methoden wie die Mitesserentfernung mit Clear-up-Stripe, Komedonenquetscher oder Gesichtsmaske in den behaarten Gesichtsbereichen nur bedingt oder gar nicht geeignet. Das Barthaar verdeckt im Männergesicht oftmals die Bereiche, in denen die Mitesser sitzen und macht die zu behandelnden Gesichtsbereiche aufgrund des Barts nur schwer zugänglich.

Ist der Bartwuchs nicht so dicht oder treten im Bereich des Barts keine oder nur wenige Mitesser auf, ist eine Bartentfernung nicht notwendig. Sorgen allerdings die Mitesser unter dem Bart für massive Hautprobleme, ist es manchmal sinnvoll, einen Barttrimmer zu verwenden bzw. den Bart mit einer gründlichen Rasur abzunehmen, um darunter liegende Komedonen zu entfernen und die Bildung von Mitessern zu hemmen.

Mitesserentfernung nur kurzfristig erfolgreich

Auch bei gründlicher Entfernung der Komedonen ist der Erfolg nur von kurzer Dauer, da sich innerhalb kürzester Zeit neue Mitesser bilden können. Um langfristig das Hautbild zu verbessern, ist eine Umstellung von Lebensgewohnheiten, Gesichtspflege sowie Bartpflege sinnvoll.

Richtige Bartpflege reduziert Mitesser

Der vom Körper produzierte Talg ist ein wesentlicher Bestandteil der gekonnten Bartpflege. Männer, die stolz ihren Bart tragen, verteilen mit Bartkamm oder Bartbürste den Talg in das Barthaar, um dem Haar natürlichen und vitalen Glanz zu verleihen. Außerdem macht Talg das Barthaar weich und verhilft ihm dazu, in gewünschter Form zu bleiben.

Auf Ratgeberseiten rund um das Thema Bartpflege ist nachzulesen, dass insbesondere die Bartpflege mit der Bartbürste die Produktion von Talg anregt, da das Bürsten wie eine stimulierende Massage auf die Gesichtshaut wirkt. Bei Mitessern im Bartbereich sollte deshalb auf die Bürstenmassage verzichtet und der Bart höchstens mit einem Bartkamm aus Holz gepflegt werden.

Welche Pflegeprodukte beugen Mitessern vor?

Täglich morgens und abends sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden, um überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen. Dies trägt dazu bei, die Verstopfung der Talgkanäle zu reduzieren und die Bildung neuer Blackheads zu hemmen. Zur Reinigung und Pflege von Männerhaut eignen sich Kosmetika, die eigens für Herren entwickelt wurden. Diese sind speziell für die Bedürfnisse von Männerhaut formuliert. Anders, als bei Kosmetikprodukten für Damen enthalten Herrenkosmetika oftmals weniger rückfettende Inhaltsstoffe, da die männliche Haut tendenziell mehr Talg produziert.

Sowohl bei der Gesichtsreinigung wie auch bei der Rasur sollten so genannte nicht-komedogene Pflegeprodukte verwendet werden. Nicht-komedogen bedeutet, dass die Kosmetik die Bildung von Mitessern nicht unterstützt. Geeignete Waschlotionen, Reinigungsgele und Rasierprodukte haben meist einen Hinweis auf der Verpackung, wenn sie nicht-komedogen sind. Trotzdem lässt sich nicht pauschal sagen, wie die eigene Haut auf Pflegeprodukte reagiert. Denn leider sind sogar manche Kosmetikprodukte, die gegen Mitesser, Pickel und Akne helfen sollen, dennoch komedogen. Es ist also notwendig, verschiedene Reinigungs- und Pflegeprodukte auszuprobieren und die Haut zu beobachten, ob beim Wechsel der Gesichtskosmetik sich die Mitesser vermehren oder reduzieren.

Um die Poren zu desinfizieren und die Bakterienvermehrung zu unterbinden, könnten alkoholhaltige Reinigungskosmetika oder After Shaves nützlich sein, wenn sie gut vertragen werden. Kosmetika mit Alkohol trocknen die Haut aus, was bei fettiger Haut durchaus positiv sein kann.

Auch auf die Ernährung achten

Neben der achtsamen Bartpflege sowie der regelmäßigen Hautreinigung mit nicht-komedogenen Produkten ist eine Ernährungsumstellung sehr nützlich, um Mitesser erfolgreich zu bekämpfen. Besonders fetthaltige Lebensmittel wie Schokolade und Käse begünstigen eine ölige Haut, bei der es verstärkt zu Mitesserbildung kommen kann. Daher solle der Genuss nur in Maßen erfolgen, um das übermäßige Ölen der Haut zu unterbinden.